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Betriebsveranstaltungen: Pauschalversteuerung und Teilnehmerkreis

Übersteigen die Aufwendungen den Freibetrag, liegen insoweit lohnsteuerpflichtige Sachbezüge vor, die der Arbeitgeber mit 25% pauschal versteuern kann.*

Lohnsteuerpflichtig sind auch Zuwendungen, die der Arbeitgeber im Rahmen einer Betriebsveranstaltung trägt. Neben Speisen und Getränken gehören dazu z. B. auch Aufwendungen für künstlerische Darbietungen, Raummiete, Eintrittskarten oder Fahrtkosten.

Von den Zuwendungen kann jedoch ein Freibetrag von 110 Euro je Betriebsveranstaltung und teilnehmenden Arbeitnehmer abgezogen werden; dies gilt für bis zu zwei Veranstaltungen jährlich.11 Übersteigen die Aufwendungen den Freibetrag, liegen insoweit lohnsteuerpflichtige Sachbezüge vor, die der Arbeitgeber mit 25% pauschal versteuern kann.12

Eine Voraussetzung für die Gewährung des Freibetrags ist, dass die Betriebsveranstaltung allen Angehörigen des Betriebs oder eines Betriebsteils offensteht. Auch Abteilungsfeiern, Pensionärstreffen oder Jubiläumsfeiern werden hierbei regelmäßig anerkannt,13 wenn alle Zugehörigen der jeweiligen Personengruppe teilnehmen können.

Handelt es sich dagegen um Veranstaltungen nur für einen beschränkten Teilnehmerkreis …

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11 Vgl. § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG.
12 § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG.
13 Siehe BMF-Schreiben vom 14.10.2015 – IV C 5 – S 2332/15/10001 (BStBl

Übersicht aktuellster NEWS

  • Kosten für eine Zweitgrabstätte als Nachlassverbindlichkeit
    In einer aktuellen Entscheidung hatte der Bundesfinanzhof (26) zu beurteilen, ob unter den Begriff des angemessenen Grabdenkmals auch die Aufwendungen für eine Zweitgrabstätte fallen.
  • Steuerberatungskosten im Erbfall
    Soweit diese noch auf einen Auftrag des Erblassers zurückzuführen sind, handelt es sich bei Berechnung der Erbschaftsteuer um abzugsfähige Nachlassverbindlichkeiten (§ 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG). Zu den Nachlassregelungskosten (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 Satz 1 ErbStG). hat die Finanzverwaltung ihre Auffassung geändert. Bisher waren sie nicht abzugsfähig;(15) …
  • Aufwendungen für bürgerliche Kleidung nicht abzugsfähig
    Das Gericht erkannte im Streitfall die Kosten selbständiger Trauerredner für schwarze Anzüge, Blusen und Pullover nicht als Betriebsausgaben an, weil die Kleidungsstücke als bürgerliche Kleidung auch privat getragen werden können.
  • Regelmäßig wiederkehrende Ausgaben zum Jahreswechsel bei EinnahmenÜberschussrechnung
    Einnahmen und Ausgaben werden grundsätzlich in dem Kalenderjahr steuerlich berücksichtigt, in dem sie zu- bzw. abgeflossen sind (vgl. § 11 EStG).
  • Müll- und Abwasserentsorgung sind keine haushaltsnahen Dienstleistungen
    Öffentlichen Abgaben für die Müll- und Abwasserentsorgung sind keine haushaltsnahen Dienstleistungen, da diese nicht im Haushalt und auch nicht üblicherweise durch Mitglieder des Haushalts erledigt werden.
  • Kosten für die Räumung der Wohnung des Erblassers als Nachlassverbindlichkeit
    Kosten für die Räumung und Entrümpelung der Wohnung des Erblassers werden als Kosten für die Verwertung des Nachlasses beurteilt und sind daher grundsätzlich nicht abzugsfähig, es sei denn, Sie räumen und entrümpeln innerhalb von 6 Monaten nach Todesfall.
  • Neuregelung der Vollverzinsung
    Der Gesetzgeber hat den Zinssatz rückwirkend ab dem 01.01.2019 auf 0,15% pro Monat (= 1,8% pro Jahr) gesenkt.
  • Veräußerung eines zum Betriebsvermögen gehörenden auch privat genutzten PKW
    Eine Zuordnung zum Betriebsvermögen hat zur Folge hat, dass bei einem späteren Verkauf des Wirtschaftsguts (z. B. eines PKW) die stillen Reserven (d. h. der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und Veräußerungserlös) in vollem Umfang der Besteuerung unterliegen.
  • Allgemeine Steuerzahlungstermine im August 2022
    Die 3-tägige Schonfrist gilt nur bei Überweisungen; maßgebend ist die Gutschrift auf dem Konto der Finanzbehörde. Dagegen muss bei Scheckzahlung der Scheck spätestens 3 Tage vor dem Fälligkeitstermin eingereicht werden.
  • Arbeitgeberzuschüsse zum 9-Euro-Ticket
    Arbeitgeberzuschüsse für Tickets für öffentliche Verkehrsmittel sind im Rahmen des § 3 Nr. 15 EStG lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie den Arbeitnehmern zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden und soweit sie nicht die Aufwendungen der Arbeitnehmer übersteigen. Das gilt auch für die sog. 9-Euro-Tickets.